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Doors (from Memory)

2018
Silikonkautschuk 
je 1,7 x 75 x 165 cm 


Die Gaskammer in Schloss Hartheim befand sich zwischen einem Untersuchungsraum, von dem aus die Opfer in Gruppen von 30 bis 60 Personen zur Vergasung gebracht wurden, und einem Technikraum, aus dem in Bodennähe ein perforiertes Eisenrohr zur Einleitung des Kohlenmonoxids in die Gaskammer führte. Nach beiden Seiten hin verfügte die Kammer nach Erinnerung des Zeugen Adam Golebski über eine Tür aus „Eisen, mit Gummi verdichtet, der Verschluss von massiven Heberiegeln, in der Tür ein kleiner runder Ausguck“. Nach der Zeugenaussage des Maurers Erwin Lambert waren zwei Türen eingebaut worden, wie sie auch „für Luftschutzräume Verwendung fand[en]“, vermutlich also handelsübliche Bunkertüren. Zur Verwischung der Spuren wurden 1944/45 die Türen entfernt und die Durchgänge geschlossen. Die bauarchäologisch feststellbaren Maße des vermauerten Türdurchbruchs zwischen Gaskammer und Technikraum decken sich mit den durch DIN-Vornorm 4104 standardisierten Normmaßen für „gasdichte Raumabschlüsse“. An ihnen orientieren sich die beiden Güsse aus weichem Kautschuk.





Ausstellung,Less Work for Motherʻ, Museum Villa Stuck München, 2018 / Photos: Jann Awerverser